Es gibt Tage ...



Es hat sicher jeder schon einmal erlebt: Es gibt Tage, da läuft nichts zusammen. Wenn ein Boxer einen solchen Tag hat, dann hat das schmerzhafte Folgen. Am 14. Juli 2007 hat Luan Krasniqi einen solchen Tag erwischt.

Eigentlich war alles bereitet, als der deutsche Schwergewichtler gegen den US-Amerikaner Tony Thompson in den Ring stieg. Die Vorbereitung verlief hervorragend, eine volle Color-Line-Arena mit erwartungsvollen Zuschauern und das Ziel klar vor Augen: das Herausforderungsrecht der Weltmeisterschaft erkämpfen.

Doch dann kam alles anders. Krasniqi hatte von Beginn an erhebliche Mühe in den Kampf zu finden. Die Distanz stimmte nicht, das im Training erarbeitete Konzept schien in weite Ferne gerückt zu sein. Am Ende brach der Ringrichter den Kampf in der fünften Runde ab.

Keiner war niedergeschlagener und unglücklicher mit dem Kampf als Krasniqi selbst: „Ich habe keine Erklärung. Ich kam nicht in den Kampf. Ich habe gehofft, dass ich es noch irgendwie drehen kann, aber Thompson war heute der bessere Mann.“

Dass er in der zweiten Runde eine schwere Rippenprellung erlitt, die im fortan die Atmung ungeheuer schwer machte, lässt der Mann aus Rottweil nicht als Erklärung gelten: „Natürlich hat es mich behindert, das sind höllische Schmerzen. Da fehlt einem einfach die Luft, die man braucht. Aber ich bin sportlich geschlagen worden. Das ist mir so noch nie passiert.“

Nun wird Luan Krasniqi erst einmal verreisen: „Ich muss den Kopf frei kriegen, diese Niederlage verdauen. Dann werde ich mich mit meinen engsten Vertrauten zusammen setzen und wir werden sehen, wie es weiter geht.“


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